Ja viel ist passiert in den letzten Tagen. Wie ich ja schon vor einigen Wochen mitgeteilt hatte, war ich auf der Suche nach einem wohltätigen Verein, um mich etwas zu engagieren. Wo ich mit meiner Hilfsbereitschaft nun gelandet bin habt ihr sicher schon gesehen, ihr seid ja nicht blind. Vor kurzem habe ich ja in meinem Beitrag: Höhen und tiefen, angekündigt, ich werde euch noch erzählen, wie ich damals meine Umschulung bekommen habe. Bevor ich es komplett unterschlage hier meine kleine Geschichte;
Ich war insgesamt ein halbes Jahr krank geschrieben, als ich damals meinen Gehörsturz hatte, muss meinem damaligen Arbeitgeber echt ein Lob aussprechen, sozial waren die schon sehr!
Während diesem halben Jahr wurde klar, ich kann da nicht mehr arbeiten, hab es ein paar mal versucht, ging aber einfach nicht. Die Anlagen und Maschinen waren einfach zu laut für meine Ohren. Darum kümmerte ich mich um eine Umschulung zum Veranstaltungskaufmann. Ich hatte ja parallel zu meiner Tätigkeit in der Chemiefirma einen wöchentlichen HipHop-Club organisiert, das machte mir auch mehr Spaß als Zäpfchen zu produzieren. mehr nach dem cut
Follow up:
Das alles war eine riesige Amt-Rennerei, wobei mich dann das Amt wiederum zu diversen Ärzten für Gutachten geschickt hat, gerade das ich nicht auch zum Frauenarzt musste, kein Witz. Es vergehen Monate in denen ich von Idiotentest zur nächsten Untersuchung wandere, ja schnell sind die nicht immer bei uns auf den Ämtern...
Dann endlich alles zusammen und ich habe einen Termin bei meinem Berater, er hat das Ergebnis des Gutachtens für mich.
Der Wisch ist eine DIN A4 Seite in der irgendwas steht, von wegen der Schaden und die Überempfindlichkeit könne nicht zu 100% nachgewiesen werden, ich solle jedoch von lauten Arbeitsplätzen abstand halten. Mein Gesuch auf eine Umschulung ist abgelehnt, 2 Wochen kann ich Einspruch erheben. Hmmmm „Was heisst das nun in Klartext?“ Frage ich den Berater vom Arbeitsamt, er antwortet mir: „Sie müssen sich einfach einen anderen Job in Ihrer Branche suchen, mehr kann ich nicht für sie tun.“
Ich nehme den Zettel und verlasse das Haus. Da steh ich nun und habe genau zwei Gedanken:
1. Ich mache jetzt sofort irgendetwas, das lasse ich nicht so stehen
2. ich gehe nach Hause und heule
Ich bin mir sicher, dass viele Variante zwei gewählt hätten, ich mein was will man auch machen ausser Einspruch erheben?
Während ich so das Gutachten betrachte habe ich eine Idee und entschließe mich für Variante eins. Ganz unten steht der Name des Amtsarztes, dieser hatte mich ja persönlich noch nie gesehen, der hat nur die 1000 Atteste studiert und dann meine Umschulung ausgeschlagen. Neben seinem Namen steht auch die Strasse und eine weitere Nummer. Er befand sich im Haus nebenan, und die Nummer deutet auf ein Zimmer im 3.Stock hin, so was wie 3034.
Naja ich denk mir, hast ja nichts zu verlieren, da geh ich mal hin! Ich betrete das Arbeitsamthaupthaus und fahre in den 3. Stock, dort den Gang entlang, die haben da ewig lange Gänge kann ich euch sagen. Irgendwann kam eine Glastüre, da stand: Ab hier kein Publikumsverkehr, oder so. Mir war das egal, ich hatte nur ein Ziel, diesem Herrn Doktor Sowieso mal in die Auge zu sehen! Ziemlich am Ende des Ganges dann das Zimmer, der Name auf dem Schild stimmte auch mit dem auf dem Brief überein, also klopfte ich ohne zu überlegen was ich eigentlich sagen will. Ich hörte ein leises "ja bitte" und machte die Tür auf, das Gutachten hielt ich in meiner Hand hoch uns sagte: „Schönen guten Tag, ich bin der Mensch dem sie damit seine Zukunft versaut haben, sagen sie mir zu welchem Arzt soll ich gehen, an welche Maschine soll ich mich anschließen, damit sie mir glauben?“
Er bittet mich zu sich rein, ich stand ja noch in der Tür. Dann ein kurzes Gespräch und ein Anruf bei dem Berater, wo ich ja vor 10 Minuten erst war. Ich sollte noch mal zu ihm kommen. Dann noch mal 5 Minuten bei diesem Herren im Büro und mit dem selben Gutachten als Grundlage, eben nur der eine Satz anders ausgelegt, hatte der Beamte genug in der Hand um mich vor lauten Arbeitsplätzen zu schützen, ich bekam meine Umschulung.
Lg Manuel
PS: darum denkt euch doch auch mal: nicht mit mir, aber immer freundlich bleiben ![]()










Neue Kommentare