Ja da hab ich mal wieder auf mich und einen neuen Beitrag warten lassen, sorry aber im Moment hab ich nicht so viel zu berichten. Bin sehr glücklich mit meiner neuen Freundin und genieße das „Nichtsingle-Leben“.
Mir schwirren nur in den letzten Tagen ein paar Gedanken in meinem Kopf umher, diese möchte ich euch nicht vor enthalten.
Wie der Titel schon sagt gibt es im Leben immer Höhen und Tiefen, so auch in meinem.
was ich damit meine, nach dem cut
Follow up:
Wie es sich für einen anständigen Jungen gehört habe ich nach meinem Realschulabschluss eine Lehre gemacht, mit 17 Jahren habe ich als Chemikant hier in Solln begonnen. Ein kleiner Familienbetrieb mit eigener Wirkstoff- und Fertigarzneimittel-Produktion. War an sich ne feine Sache, ich hatte tolle Kollegen, die mir auch einiges für meinen Leben mit auf den Weg gegeben haben. Nach meiner Lehre wurde ich auch übernommen, so dass ich insgesamt 7 Jahre im Unternehmen war. Eines Tages sitze ich so zuhause und ja das früh aufstehen hat mich schon sehr belastet, 06:30 Uhr Arbeitsbeginn ist einfach nichts für mich. Meine innere Uhr tickt da etwas anders. Ich denke so daran, ob ich mein Leben lang Zäpfchen herstellen will, denn nach einigen Jahren ist das alles reine Routine, kaum noch Herausforderung. Man bedient immer die gleichen Maschinen um irgendwelche Stoffe oder Medikamente zu produzieren. Mir wurde klar, dass ist nicht meine Bestimmung, ich arbeite besser mit dem Kopf als mit den Händen. Ja ich hatte wirklich eine Art Depression, weil ich merkte, das kann es nicht sein. Nur was tun, wenn man eine eigene Wohnung und ein Auto hat? Mit 22 noch mal alles hin schmeißen und ein paar Praktika machen, um sich zu orientieren ist da leider nicht mehr, dafür war ich schon zu sehr in meinem Alltag gefangen.
Dieser Zustand machte mich wirklich sehr unglücklich, ich sah einfach keinen Ausweg. Man muss auch ehrlich sein, es gab keinen. Naja damit hab ich mich dann nach ca. 3 Tagen auch abgefunden, hat mir geholfen als ich meine Gedanken aufgeschrieben hatte, da hab ich gemerkt es macht keinen Sinn depressiv zu sein, damit ändere ich ja auch nichts. Also ging es in der Chemiefirma weiter nach dem Motto, Augen zu und durch, das Beste draus machen.
Hatte auch schon eine richtige Karriere eingeschlagen, mit 22 Jahren geprüfter Ausbilder sein hat auch was. Dann passiert eines Tages folgendes:
Ich wasche gerade eine Maschine, es ist längst Mittagspause, aber ich muss das noch vorher fertig machen. Auf einmal merke ich, wie mir etwas schwindlig wird, es kam mir vor wie ein kleiner Kreislaufzusammenbruch. Gut, erstmal was essen und ab in die Kantine. Nach einer Stunde war der Schwindel immer noch da, fühlte sich an, wie wenn man sich 10-15 mal im Kreis dreht, nur es hörte einfach nicht auf. Ich versuchte es zu verdrängen.
Am nächsten Morgen in der Arbeit angekommen merkte ich, so ein Mist, dir ist ja immer noch schwindelig. Ich sprach mit meinem Chef und der schickte mich auch gleich zum Arzt.
Der Hausarzt wiederum schickte mich gleich zum HNO und dieser stellte einen Gehörsturz fest. In meinem linken Ohr hatte ich von 100% Gleichgewichtssinn vielleicht noch 5%. Es hieß ab ins Krankenhaus zur Infusionstherapie, bin noch am gleichen Abend hin. 7 Tage Kortison über eine Infusion, puh ging es mir da dreckig. Das Ganze hat sich dann fast ein halbes Jahr hingezogen, Gleichgewicht kam zwar wieder, jedoch hatte ich eine Überempfindlichkeit in beiden Ohren, also eine Nerven Sache. Ja es ging so weit, dass ich keine Musik mehr hören konnte, da es für mich Schmerzvoll war. Doof wenn man in einer HipHop-Band spielt.
Hört sich alles schlimm an, war auch kein Zuckerschlecken, nur jetzt kommt der springende Punkt. Aufgrund dieses Umstände konnte ich meinen erlernten Beruf nicht mehr weiter ausüben und versuchte über das Arbeitsamt eine Umschulung zu bekommen. Versteht mich nicht falsch, aber ich kann sagen, jetzt wo ich fast 30 Jahre bin, war es gut, dass es so gekommen ist. Ich wäre wohl noch immer in der Chemiefirma am Zäpfchen produzieren, die eh alle in irgendwelchen Ärschen landen.
Da gefällt es mir Selbstständig im Bereich Marketing und Events viel viel besser, hier kann ich meine Stärken ausnutzen, ich habe wieder mit Menschen zu tun. Ja ich denke mein Körper hat da einfach selber die Bremse gezogen, falls man das so sagen kann.
Was ich euch damit sagen will? Auch schwere Schicksalsschläge können einen positiven Effekt haben, ja sie können das Leben sogar positiv beeinflussen. Manchmal dauert es halt nur bis man es sieht.
Fortsetzung folgt auch bald, da erzähle ich euch wie ich die Umschulung bekommen habe, das war ja auch noch mal eine ganz spezielle Sache.
Lg Manuel
PS: Ich glaube in der Früh ist meine Rechtschreibung noch mieser, sorry dafür ![]()










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